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Das Wunder des Vaughn Taylor

Vor etwa 10 Jahren gehörte Vaughn Taylor zum Team für den Ryder-Cup und damit zur Elite der amerikanischen Golfer. Danach begann für ihn ein rascher sportlicher Abstieg, doch nach dieser Odyssee gelang ihm jüngst das Comeback und damit hatte Taylor selbst nicht mehr gerechnet. Der mittlerweile 39 jährige US-Amerikaner rückte aus der Reserve in das Starterfeld des AT&T Pebble Beach Pro-Am Turniers und kassierte für seinen Sieg ein Preisgeld von 1,26 Millionen US-Dollar. Taylor lag vor der letzten Runde am Sonntag mit sechs Schlägen hinter dem viermaligen Turniersieger Phil Mickelson zurück und wollte unbedingt einen Platz unter den ersten zehn erreichen, damit er fürs Turnier der nächsten Woche automatisch qualifiziert wäre und somit nicht die Qualifikation am nächsten Tag spielen müsste. Die montäglichen Qualifikationsturniere hatten ihren festen Platz in Taylors Terminkalender, er musste ständig bangen sich überhaupt für das anstehende Turnier zu qualifizieren. Mit einer Tourkarte hätte er die Qualifikationen teilweise umgehen können, aber dafür ist ein 150. Platz in der Rangliste erforderlich, Vaughn Taylor erreichte jedoch nur Platz 151.

Eine ungewisse Zukunft

Wie es in der nächsten Zeit für Taylor laufen wird, ist sehr ungewiss. Die andere Seite des Golfsports, auf der Menschen wie Rory McIlroy stehen, war ihm durchaus bekannt, denn mit seinen beiden Siegen auf der PGA-Tour in den Jahren 2004 und 2005 sowie der Berufung ins Ryder-Cup-Team stand er selbst mal auf der anderen Seite. Er passte vom Typ her nicht ins Team, er ist ein eher blässlicher Typ, genoss aber trotzdem die neue Aufmerksamkeit um seine Person. Er nahm den Erfolg als selbstverständlich hin und wollte nicht begreifen, dass es gute wie auch schlechte Phasen gibt und das er den Erfolg besser hätte genießen sollen. Im Jahr 2008 durfte er zum letzten Mal am Masters teilnehmen, aufgrund seiner schwachen Leistungen blieb ihm dieses Turnier jedoch in Zukunft verschlossen und so musste er sich mit zweitklassigen Turnieren in Mittelamerika zufrieden geben und plötzlich genau darauf achte, wie er sein Geld ausgibt und die Reisekosten gering zu halten. In der Woche vor dem AT&T Pebble Beach Pro-Am nahm Taylor an einem Turnier in Kolumbien teil, konnte jedoch während einer Viruserkrankung nicht weitermachen. Für den Rückweg nahm er ein sehr günstiges Ticket zurück in die USA und landete so eher zufällig bei diesem Turnier. Nachdem ein Starter seine Teilnahme zurückziehen musste, war der Weg frei und das unglaubliche Comeback lag vor ihm.



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