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Die weltweit bekannteste und prestigeträchtigste Golfserie, die nicht nur Insidern bekannt sein dürfte, ist die amerikanische PGA Tour. Das Turnier, welches es seit dem Jahr 1929 gibt und dessen Ursprünge auf das Jahr 1916 zurückgehen, ist vor allem berühmt und begehrt wegen seiner weltweit einmalig hohen Preisgelder. In den letzten Jahren ging die Bedeutung allerdings etwas zurück, 2013 folgten einige Änderungen.

PGA Tour als Golf Serie mit den weltweit höchsten Preisgeldern

Bei der PGA Tour, die eigentlich unter der offiziellen Schreibweise „PGA TOUR“ firmiert, handelt es sich um eine Organisation mit Sitz in Ponte Vedra Beach im US – amerikanischen Bundesstaat Florida. Die Organisation ist Betreiberin der bedeutendsten Golf Serie der USA, welche sich aus drei verschiedenen Levels zusammensetzt und bis auf das Jahr 1929 zurückgeht. Die PGA Tour ist das Golfturnier mit den weltweit höchsten Preisgeldern, so wurden im Rekord Jahr 2010 insgesamt 270 Millionen Dollar an Preisgeldern ausgespielt. Diese sind jedoch nur im Top Level Wettbewerb möglich, für welches sich die Sportler zunächst qualifizieren müssen, was alles andere als einfach ist. Ganz oben rangiert, wie gesagt die Top Level Tour. Eine Ebene darunter wird die sogenannte Second Level Tour ausgespielt, die auch unter dem Namen web.com – Tour bekannt ist. Prinzipiell außer Konkurrenz läuft die dritte Serie mit der Champions Tour, welche explizit für erfahrene Profis im Alter von 50 Jahren und darüber etabliert wurde.

In die Siegerliste des Hauptwettbewerbs eingetragen haben sich in den letzten Jahren so promiente Golfer wie Tiger Woods, Rory McIlroy oder Luke Donald.

Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass die PGA Tour in den USA keine eigene Serie für weibliche Golfprofis unterhält. Diese werden von der LPGA durchgeführt. Grundsätzlich schließen die Regularien der PGA Tour die Teilnahme von Frauen allerdings nicht aus, somit könnten sich Frauen prinzipiell über die allgemeinen Qualifikationsregularien eine Teilnahme sichern. Auch ist es möglich, über eine spezielle Einladung zum Teilnehmerkreis zu stoßen, was ungeachtet der schlechten Chancen für Frauen immer noch als aussichtsreicherer Weg erscheint: Bisher konnte sich mit Suzy Whaley erst eine einzige Frau regulär qualifizieren, während die Liste eingeladener Frauen etwas umfangreicher ist.

Welche Qualifikationsregeln gelten für die Top Level PGA Tour?

Für die Teilnahme an der Top Level Tour gelten harte Qualifikationsbedingungen. Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten: Der klassische Weg für eine mögliche Qualifikation ist dabei das jährlich im Herbst stattfindende Qualifikationsturnier Q-School, welches ein über sechs Runden ausgetragenes Tournier darstellt. Wer bei der Q-School unter die ersten 30 kommt, kann sich über die Teilnahme am Top Level Tournier im folgenden Jahr freuen. Darüber hinaus können Golfprofis das begehrte Teilnahmeticket auch über die Jahreswertung der Nationwide Tour lösen, wenn Sie zum festgelegten Stichtag unter den ersten 20 bestplatzierten sind. Die dritte Variante stellt die Top-Level-Jahreswertung PGA Tour Money Leaders dar, bei der man mindestens zu den 125 bestplatzierten Golfern im Teilnehmerfeld gehören muss. um bei der prestigeträchtigen Top Level Tour mit von der Partie zu sein. Es gibt auch spezielle Turniere (Invitationals), bei denen lediglich die ersten 20 (Nationwide Tour) bzw. die ersten 70 (PGA Tour Money Leaders) eine Spielberechtigung erhalten.

Als privilegiert können sich darüber hinaus die Teilnehmer des europäisch – amerikanischen Golfmannschaftsturniers „Ryder Cup“ sowie des verwandten „Presidents Cup“ (hier stehen sich Mannschaften aus den USA und dem Rest der Welt mit Ausnahme Europas gegenüber) betrachten, welche automatisch für zwei Jahre für eine Teilnahmen gesetzt sind.

Wie und wo wird die PGA TOUR ausgetragen?

Ausgetragen wurde die PGA TOUR ursprünglich auf den renommiertesten Golfplätzen der USA, Kanada, Puerto Rico sowie Mexiko wobei sich Mexiko und Puerto Rico jeweils abwechseltenn. Seit es jedoch im Jahre 2013 eine umfangreiche Reform der Serie gab, gehören nun auch die Bahamas, China, Malaysia und Australien zu den Austragungsorten. Bis 2013 handelte es sich um eine einjährige Tour mit 40 offiziellen Events in 38 Wochen. Die ab 2014 wirksamen Veränderungen ziehen unter anderem nach sich, dass die Austragung nicht mehr komplett an das laufende Kalenderjahr gebunden ist, sondern bereits im Oktober beginnt. Hauptkriterium für die Gestaltung des Terminplanes bleibt logsicherweise weiterhin das Wetter. Im Oktober geht es auf den Golfplätzen in Kalifornien, Mexiko, auf Bermuda oder Malaysia los. Die Termine auf Hawaii finden im Januar statt. Es folgen Events in Kalifornien, Arizona und Nevada. Die Serie endet mit Golfturnieren in Florida und Puerto Rico. Zudem wird die Tour nun über einen Zeitraum von zwei Jahren ausgetragen.

Grund für diese Änderungen war nicht zuletzt der, von hohem Niveau ausgehende Verfall der Preisgelder. Zudem kündigten einige prominente Golfprofis an ihre Aktivität stärker auf Europa konzentrieren zu wollen (Lee Westwood und Francesco Molinari) bzw. auf eine Teilnahme ganz und gar zu verzichten (Rory McIlroy).


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