Skip to main content

Der Ryder Cup ist das derzeit bedeutendste Golfmannschaftsturnier der Welt, und kann mittlerweile auf eine große Tradition zurückblicken. Die erste Austragung fand bereits im Jahr 1927 statt, die Vorgeschichte reicht sogar bis ins Jahr 1920. Preisgeld gibt es beim Ryder Cup nicht zu gewinnen, es handelt sich um ein reines Prestige Turnier, bei welchem die besten Golfer Europas und der Vereinigten Staaten gegeneinander antreten. Der Name stammt vom britischen Golfsponsor Samuel Ryder, der das Turnier stiftete und begründete. Das ungewöhnliche am Ryder Cup ist der Modus. Er wird im Lochspiel- und nicht im Zählspiel-Modus abgehalten.
Die erste Austragung fand in Worcaster/MA statt, und nur gebürtige US-Amerikaner waren zur Teilnahme im US Team berechtigt. In den ersten Jahrzehnten der Geschichte des Ryder Cups traten die US-Amerikaner ausschließlich gegen Golfer aus Großbritannien an. Als diese Paarung immer ungleicher wurde, verstärkten Iren die Engländer. Seit dem Jahr 1979 können alle europäischen Golfprofis gegen die Amerikaner antreten, was das Turnier wieder sehr ausgeglichen gestaltete. Von da an fand das Turnier alle zwei Jahre statt, immer in ungeraden Jahren. Dies änderte sich, als das Turnier wegen den Terroranschlägen am 11. September um ein Jahr verschoben wurde.
Beim Turnier stellt jedes Team 12 Spieler, welche sich hauptsächlich über die „Moneylists“ der PGA qualifizieren. Im Gegensatz zu anderen professionellen Golfturnieren wird beim Ryder Cup im Matchplay-Modus, also Mann gegen Mann gespielt. An drei aufeinanderfolgenden Tagen werden 28 Partien über bis zu 18 Loch gespielt. Jeweils 4 Foursome- und Fourball-Partien, am letzten Tag dann die 12 Einzelmatches. Bei den Einzelspielen legen die zuvor berufenen Mannschaftskapitäne fest, in welcher Reihenfolge die Spieler antreten sollen. Da die Kapitäne die Reihenfolge der gegnerischen Mannschaft nicht kennen, ergeben sich die Paarungen völlig zufällig. Die Partei des Siegers bekommt einen Punkt, bei einem Unentschieden bekommen beide Parteien einen halben Punkt gutgeschrieben. Falls es nach den 28 Partien zu einem 14:14 Gleichstand kommt, gewinnt der Titelverteidiger. Somit benötigt das Team der Herausforderer 14,5 Punkte zum Sieg. Derzeit zeigt der Trend zum Sieg des europäischen Teams, die nun schon drei Turniere in Folge für sich entscheiden konnten, das letzte im Jahr 2014 sogar recht deutlich mit 16,5 zu 11,5. Doch auch in Zukunft dürfen sich die Liebhaber des Golfsports wieder auf spannende und packende Duelle beim Ryder Cup freuen.


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *