Befindet sich Martin Kaymer auf dem absteigenden Ast?

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Martin Kaymer spielt dieses Jahr leider eine sehr schwache Saison. Eins steht bereits jetzt schon fest. Wenn der Deutsche seine Chance auf die Play-off zur Tour Championship der besten 30 Profis haben möchte, muss er jetzt Erfolge liefern. Und zwar schnell.

Vor fünf Jahren feierte der Deutsche einen Überraschungssieg in der PGA Championship 2010. Damals schafft der bis dahin unbekannte Golfer einen Sieg auf dem Platz von Whistling Straits am Ufer des schönen Lake Michigan. In diesem Jahr kann Kaymer nur hoffen, dass sich dieses Wunder beim US-PGA-Championship wiederholt, denn bis jetzt sind seine Leistungen wenig überzeugend gewesen.

Vor fünf Jahren schaffte Kaymer am 18. Loch des wilden Platzes voller Dünen und Bunkern seinen ersten beeindruckenden Sieg und stieg von da an in der Rangliste auf. Am dritten Extraloch des Play-offs besiegelte er seinen Sieg mit einem einzigartigen Schlag – damals gab der noch unbekannte Golfer folgendes Staytment ab:

„Dort ist mir dann mit einem perfekten Eisen 7 der meines Erachtens bis heute beste Schlag meiner Karriere gelungen“.

Schnell galt er in Deutschland dank seines Ehrgeizes und seiner Unbedarftheit als Nachfolger von Bernhard Langers. Ob er diesem Status gerecht wird, ist derzeit sehr fraglich.

<h2> Die Höhen und Tiefen im Schnelldurchgang </h2>

In den vergangenen fünf Jahren hat der Profi alle Höhen und Tiefen, die eine Profikarriere so haben kann, im Schnelldurchgang mitgemacht und vor allem überwunden. Bereits nach seinem ersten Major-Sieg bestieg er den Berg der Weltrangliste schneller als man vermuten wollte.

Unter anderem spielte er in Ryder-Cup-Teams, gewann das Race to Dubai und wurde zusätzlich auch noch Player of the Year. Doch schnell wurde Ihm der Ruhm “lästig“ und bereits 2013 erlebte der junge Profi seinen ersten Durchhänger, doch bereits 2014 schien sich der Golfer wieder gefangen zu haben. Ein ständiges Auf und Ab in seiner Karriere, aber handelt es sich derzeit auch nur um ein kleines Formtief?

<h2> Am Donnerstag wird es sich entscheiden </h2>

Kaymer spielt kommenden Donnerstag mit Keegan Bradley und Tiger Woods seine erste Runde. Zahlreiche Fans und auch Profis haben sich bereits gefragt, ob diese Zusammenstellung etwas zu bedeuten hat, denn immerhin sind zwei der drei Spieler nicht ganz in Form. Alle Drei sind zwar Major-Sieger – trotzdem laufen Woods und auch Kaymer in der aktuellen Saison ihren bis dahin erbrachten Siegen hinterher.

Bereits  in Abu Dhabi  war für Kaymer der Wurm drin, als er am letzten Tag seine hart aufgebaute Führung von zehn Schlägen verspielte. Es winkte der dritte Platz. Und obwohl er sich ausgiebig auf das US Masters in Augusta vorbereitete, endete es wie in Abu Dhabi.

Trotzdem konnte man, obwohl es diese beiden Niederlagen gab, einen ersten Aufwärtstrend erkennen, denn im letzten Monat tauchte er mit einer Top-Ten-Platzierung bei der „Open de France“ und einem zusätzlichen zwölften Rang bei der British Open wieder auf.

Leider hielt diese Glücksfahrt nicht lange an denn schon am Sonntag schaffte es Kaymer bei der World Golf Championship nur auf einen geteilten 45. Platz. Nach dem derzeitigen Stand ist er nicht für die vier Play-off-Veranstaltungen des Jahres qualifiziert. Ein herber Rückschlag, den auch ein Profigolfer wie Martin Kaymer erst einmal verkraften muss.

<h2> Ist Kaymer das Fed-Ex-Cup Finale überhaupt wichtig? </h2>

Eine Frage, die sich nicht nur Kollegen und Fans stellen, denn am Ende weiß auch Kaymer, dass lediglich die Major Siege in den Historienbüchern des Golfsports zählen.

Fans und auch alle anderen können nun lediglich hoffen, dass ihm die Umgebung am kommenden Donnerstag ausreichend Kraft gibt, um aus diesem Loch hervorzutreten und schon bald wieder Erfolge zu feiern, denn aus unserer Sicht ist es derzeit nur eine kleine Formkrise wie sie bei ihm schon häufiger vorgekommen ist. Er hat dabei aber stets bewiesen, dass er schnell wieder aufsteht.

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