Jordan Spieth – ist nach dem Sieg vor dem Sieg?

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Nun ist die Golf-Welt gespannt, ob der Senkrechtstarter und Double-Gewinner vom Masters 2015 und der US Open am Ball bleibt Richtung Triple oder sogar Grand Slam: Jordan Spieth machte sich nach 2013 mit einem erneuten Sieg bei der John Deere Classic in Silvis/Illinois fit für den Old Course in St. Andrews. Viele sahen die Teilnahme in den USA als geschickten Schachzug, während die große Konkurrenz am letzten Wochenende bereits in Schottland die Scottish Open bestritt. In einem Stechen mit seinem Landsmann Tom Gillis (46) verwies das Jungblut (21) den erfahrenen Golfer mit Par am zweiten Extraloch auf Platz zwei – beide mit -20 bei 264 Schlägen. Gillis holte sich mit diesem Ergebnis dennoch das Ticket für die British Open.

Spieth war schon führend in den Finaltag gestartet, nachdem der Moving Day für ihn die beste Runde in seiner erst dreijährigen Profi-Karriere mit einer 61 gebracht hatte.

Zach Johnson (USA), John Deere Classic-Gewinner von 2012, teilte sich den dritten Platz mit dem Neuseeländer Danny Lee -19/265. Johnsons Finalrunde war durch eine laute Explosion, vermutlich durch einen gezündeten Feuerwerkskörper von einem Boot auf dem Rock River gestört worden. Laut Quad-City Times sei Johnson vor Schreck hochgesprungen, als er gerade dabei war, an Loch 16 nach einem Birdie zu putten. „Not cool“, soll er dem Paar auf dem Boot zugerufen haben. Sein zweiter Put-Versuch nach dem Schock ging daneben.

Einziger Deutscher des Tournaments war Alex Cejka. Der gebürtige Tscheche hatte zum Schluss Golfer-Pech. Nach vier Birdies war er im Bunker gelandet und kam nur mit einem nervigen Doppelbogey wieder ins Spiel – Ergebnis: T55 bei 279 und-5.

Mit vier Saisontiteln ist Jordan Spieth nun bedrängender Konkurrent für den Weltranglistenersten, den Iren Rory McIlroy. Die beiden stehen mit ihren Total Points weit vor dem dritten, dem US-Amerikaner Bubba Watson. Texaner Spieth kann zum Glück am nächsten klassischen Masters der PGA Tour in Schottland teilnehmen: Während eines Bahama-Trips hatte er zusammen mit Freunden zweieinhalb Stunden mit einem Hai an der Angel gekämpft, was dem Profi-Golfer die tagelange Unbeweglichkeit eines Armes eingebracht hatte. (Die Welt) Mit einem Platz-Simulator hat er sich nun auf St. Andrews vorbereitet. McIlroy dagegen ist wegen seines Außenbandrisses für die nächsten Woche außer Gefecht gesetzt.

Gibt es einen Zweikampf zwischen den beiden Joungstern Spieth und Rickie Fowler, dem Scottish Open-Sieger vom letzten Wochenende? Oder kommen die älteren Profs wieder zum Zug?

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