Jordan Spieth schreibt Golf-Geschichte – US Open-König mit 21

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Der talentierte junge Amerikaner sicherte sich im spannenden Finale den Sieg über den höchst anspruchsvollen Parcours bei den US Open in Chambers Bay/ Washington.

Er hatte wohl die stärksten Nerven: Auf der Schlussbahn, einem 5er Par, zog er am Südafrikaner Louis Oosthuizen vorbei, ging in Führung. Noch-Angreifer und lange Sieganwärter Dustin Johnson (USA) vergab im Endspurt die Chance zu einem Eagle-Putt aus vier Metern genauso wie ein Birdie-Versuch aus einem Meter Distanz, was zu einem Stechen geführt hätte. Das wäre für den Profi ein tolles Geburtstagsgeschenk zum 31. heute am 22. Juni gewesen, hatte er doch die ganze Tour recht erfolgreich gespielt.

Weltranglistenerster Rory McLlroy war enttäuscht über sein zuletzt zu kurzes Spiel: Bis Loch 14 hatte er sechs Birdies gespielt, danach knickte er mit zwei Par-3-Löchern ein. Zwei Putts dicht vor dem Loch verfehlte er. Dabei war der Nordire während der kompletten vier Runden sehr zuversichtlich mit seinem langen Spiel gewesen. Platz T9 – mehr war nicht drin. Teilte sich das Ergebnis (280) mit Sorgenkind Jason Day, der unter seinen Schwindelanfällen litt, aber alle Kraft aus sich herausholte und beim Endspurt zusammen mit Dustin Johnson noch als finales Paar gesehen wurde, landete schließlich bei +4.

Die Ergebnisse der letzten Runde: Spieth mit einer 69 (-1) 275, Oosthuizen (-3) und Johnson (0) 276, Rory McLlroy (-4) und Day (+4) 280.

Jordan Spieth ist der jüngste Profi-Golfer – und Student der University of Wisconsin-Madison -, der zwei Monate nach dem Masters in Augusta auch nun als Double den Pokal mit nach Hause nach Dallas/Texas nehmen kann. Er beerbt Vorjahressieger Martin Kaymer aus Mettmann, der schon nach zwei Runden am Cut gescheitert war. Doch der 30jährige blickt zuversichtlich auf die BMW International in München Eichenried. Außerdem ist Spieth der jüngste US Open-Champion seit dem US-Amerikaner Bobby Jones, der zwischen 1923 und 1930(!) u.a. dreimal die Open Championship und viermal die US Open gewann. 1930 holte sich der „nur“ Amateur Jones den Grand Slam – alle vier Major-Titel. Der Texaner Spieth ist auch der sechste Spieler, der in einem Jahr die ersten beiden Majors gewinnt. Das schaffte zuletzt Tiger Woods 2002, der wegen seines brutalen Leistungsabfalls aktuell nicht mehr auf der Liste der VIPS steht.

Der diesjährige US Open-Sieger bezog bei seiner Dankesrede während der Siegerehrung auch seinen Caddy mit ein: Michael Greiler stammt aus einem kleinen Ort in der Nähe von Chambers Bay und kennt den aufregenden Kurs in den Dünen an der Puget Bay genau. Ein großes Plus für seinen Schützling Spieth, der nun voller Elan die nächsten Majors erwartet: die British Open in St. Andrews / Schottland (12.-19. Juni 2015) und die PGA Championship in Wisconcin (10.-16. August 2015).

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