Verkannt? Rickie Fowler triumphierte bei der Scottish Open

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Rickie Fowler (26) holte die Quaich-Trophäe

Als Generalprobe für die British Open Championship sahen die meisten Spieler den Wettbewerb am vergangenen Wochenende auf dem geschichtsträchtigen Gullane GC-Platz 15 km nordöstlich von Edingburgh. Der Amerikaner und Players Championship at Sawgrass-2015-Sieger Rickie Fowler spielte sich vor seine Konkurrenz und nahm den 650.000 Euro-Gewinnerscheck und den Quaich Pokal mit nach Florida. Final mit drei Birdies auf den letzten vier Löchern holte sich der 26- jährige den Titel und hatte gerade noch ein Dreier-Stechen abgewendet. Mit 268 Schlägen und -12 hatte er nur einen Schlag Vorteil vor US-Pro Matt Kuchar und dem Franzosen Raphael Jacquelin – beide -11 bei 269 Schlägen. Fowler bewegte sich in Worldscore von Platz 9 auf 5. Anfang des Jahres hatten ihn Kritiker noch als überbewertet eingeschätzt.

Vorjahressieger Justin Rose (jetzt auf 8) hatte sich noch an Tag zwei mit -8 die Führung geteilt. Aber der gebürtige Südafrikaner und britischer Profigolfer landete nur auf Platz 74 und Par bei 280. Sein Spiel war unterbrochen worden, als er einen älteren Zuschauer mit dem Ball am Kopf traf. (golfspielen.com – Newsticker)

Von Kalifornien angereist war Phil Mickelsen, er hatte den Cut bei -3 geschafft, war mit in der Führungsriege am Finaltag, endete jedoch auf T31 bei -5 und 274. Lefty (Spitzname wegen seiner Linkshändigkeit) hatte 2013 als erster Spieler erst die Scottish Open und anschließend die Open Championship gewonnen – und damit den Fluch bezwungen, dass genau dies unmöglich ist.

Nachdem Florian Fritsch trotz eines guten Starts den Cut nicht erreicht hatte, blieben drei deutsche Profis im Wochenende: Moritz Lampert war mit -6 bei 274 noch der beste von ihnen (T22). Marcel Siem beendete halbwegs zufrieden ohne Bogey die Finalrunde und hofft auf vier saubere Runden am nächsten Wochenende (T53 bei -3/277).

Enttäuscht von seiner Leistung beim heftigen schottischen Wind war  Maximilian Kieffer, der eigentlich glücklich sein sollte über seinen 19. Cut in Folge. Am letzten Tag war er mit einer 72 und -2 noch aus der Top 40 rausgeflogen (T41, -4/277).

Martin Kaymer hatte eine freiwillige Pause eingelegt, Weltranglistenerster Rory McIlroy eine gesundheitsbedingte Zwangspause: Der Ire hatte sich vor einer Woche beim privaten Fußballkicken das Außenband am linken Sprunggelenk gerissen. Die 144.Open Championship wird daher ohne ihn stattfinden.

Dieses Turnier war ein Härtetest für die Spieler und eine gute Möglichkeit, sich auf den Stil des britischen Links-Kurs im schottischen St. Andrews einzustellen. Drei von ihnen, die unter die Top Ten kamen, konnten sich noch einen Platz dafür sichern: Der Engländer Daniel Brooks (T7) wird seine Major-Premiere feiern. Ebenso dabei Raphael Jacquelin (T2) und der Schwede Rikard Karlberg (T7).

jub

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