Zach Johnson gewinnt die British Open – und ist Champion Golfer of the Year

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Spannender geht es kaum: Nicht nur, dass erst zum zweiten Mal in der Geschichte der British Open wegen Regen und Wind der ganze Zeitplan auf dem Old Course in St. Andrews durcheinander gewirbelt worden war und damit der Finaltag auf den Montag verschoben werden musste – nun gab es zu guter Letzt ein Stechen zwischen Zach Johnson (USA), Louis Oosthuizen (Südafrika) und Marc Leishman (Australien). Beim Stand von -15 und 273 Schlägen mussten sie sich noch einmal an vier Löchern beweisen – der 39jährige Johnson holte sich sein zweites Major nach dem Masters 2007 in Augusta.

Favorit Jordan Spieth geriet ganz knapp aus dem Playoff-Rennen. Mit einem Shot zu wenig in der Finalrunde der 144. British Championship verdarb ihm an Loch 17 ein Bogey die Chance auf die Teilnahme am Stechen und es bedeutete das Aus für eine Hoffnung auf den Grand Slam. Er teilt sich T3 mit Jason Day (USA) bei -14 und 273.

Was für ein Wettkampf! Führend in den Finaltag gezogen war ein 22jährige Amateur, der Ire Paul Dunne, sensationell.  Er landete schließlich auf T30, nachdem er mit drei tollen Runden mit 69, 69 und 66 super Ergebnisse erzielt hatte. Nur die vierte Runde absolvierte er mit 78 Schlägen  und zum Schluss einer -6 bei 282. Er teilt sich den T30 mit keinen Geringeren wie den Profis Matt Jones, Jim Furyk und Rickie Fowler, dem Sieger der Scottish Open. Bester bei den Amateuren wurde der US-Golfer Jordan Niebrugge mit -11 bis 277, T4 gemeinsam mit Danny Willet, Justin Rose und Sergio Garcia. Unter den Deutschen schloss Martin Kaymer am besten ab, er teilte sich T12 mit weiteren fünf Spielern und kam nicht über -9 bis 279. Deutscher Senior Bernhard Langer beschließt  das Finish mit +1 und 289 Schlägen .

Marcel Siem war schon nach zwei Runden mit einem Schlag zuviel am Cut gescheitert. Weit abgeschlagen und ohne Cut landete Tiger Woods im hinteren Feld (+7).

Größter Gegner war an diesem Wochenende das Wetter in Schottland. Hatte am Eröffnungstag noch die Sonne den Platz erwärmt, musste an Tag zwei und drei das Spiel wegen Sturmböen bis zu 63 Stundenkilometer, Regen und aufgeweichtem Grün unterbrochen werden. Einige Spieler hatten in den ersten drei Tagen nicht ihre zwei Runden zuende spielen können. Der Moving Day musste auf den Sonntag, das Finale auf Montag verlegt werden. Den Zuschauern wurden 60 Prozent der Ticketpreise am Samstag erstattet, ebenso die Eintrittskarten für den zusätzlichen Finalday für wenige umgerechnet 15 Euro verkauft.

Dieses weltweite älteste Golfturnier der Welt und einzige Major in Europa, die offene Meisterschaft des Royal & Ancient Golfclubs St. Adrews, findet nur alle fünf Jahre auf den Links an der Küste nördlich von Edingburgh statt, alternierend auf neun verschiedenen Links-Plätzen in Schottland und England. Bisher genauso regelmäßig bzw. seit den letzten fünf Contests seit 1990 war der Sieger auch der Golfer of the Year – wie jetzt Zach Johnson. Der konnte den berühmten Pokal, den Claret Jug und das Preisgeld von mehr als 1,6 Millionen Euro mit nach Hause nehmen und kletterte in der Weltrangliste vom 25. auf den 12. Platz. Der Erstplatzierte Rory McIlroy, der wegen seiner Verletzung für die British Open ausgefallen war, konnte seinen Titel damit weiter verteidigen.

 

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